Photovoltaik-Sachverständiger mit DEKRA-Zertifikat zum Sachverständigen für Photovoltaik neben Photovoltaik-Anlage

Geeignet für

Elektriker
Ingenieure
PV-Installateure
PV-Planer
Bauleiter
Qualitätsprüfer
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Details

Lehrgangsinhalte

In diesem fünftägigen Lehrgang werden Sie praxisnah und strukturiert in die Tätigkeit als Sachverständiger für Photovoltaikanlagen eingeführt. In kleinen Gruppen erwerben Sie fundierte technische, rechtliche und gutachterliche Kompetenzen, um Schäden sicher zu bewerten und professionelle Gutachten zu erstellen. Die Inhalte orientieren sich an einem bewertungs- und haftungssicheren Vorgehen in der Praxis.

Tag 1: Allgemeine und rechtliche Grundlagen
  • Berufsbild Sachverständiger (Abgrenzung: Errichter · Planer · Prüfer · Sachverständiger)
  • Rechtliche Grundlagen (ZPO / BGB / VOB, praxisrelevant)
  • Stellung des Sachverständigen im Verfahren
  • Haftung des Sachverständigen (inhaltliche Haftung, Formulierungsrisiken, typische Haftungsfehler)
  • Honorar & Vergütung (JVEG vs. Privatgutachten)
  • Angebotsgestaltung
  • Der Ortstermin: Beweisaufnahme vs. Begehung, Dokumentationspflicht
  • Neutralität & Kommunikation
  • Arten von PV-Anlagen (Dach · Fassade · Freifläche · Sonderformen)
  • Systemaufbau PV: Module, Unterkonstruktion, DC-System, AC-System
  • Stand der Technik: Normen vs. Beiblätter vs. Herstellervorgaben
  • a. a. R. d. T. richtig einordnen
  • Planung & Errichtung aus Gutachtersicht (wo entstehen später Streitfragen?)
  • Typische Fehlannahmen
  • Blitz- & Überspannungsschutz
  • Bewertung statt Planung
  • Wirtschaftlichkeit & Ertrag (nur soweit gutachterlich relevant)
  • Minderertrag ≠ Schaden
  • Grundbegriffe: Mangel vs. Schaden, Abnutzung vs. Schaden, Folge- vs. Primärschaden
  • Typische Schadensbilder: mechanisch (UK, Dach, Module)
  • Typische Schadensbilder: elektrisch (DC, AC, WR)
  • Typische Schadensbilder: Umwelt (Feuchte, Sturm, Schnee, Blitz, Überspannung)
  • Schadensursachenanalyse: Ursache ≠ Schaden
  • Kausalität und überwiegende Wahrscheinlichkeit
  • Versicherungsrelevanz (ohne Deckungsentscheidung, technisch vorbereiten)
  • Beweisführung: Foto, Messung, Dokument, Aussage
  • Keine Schuldzuweisung, keine Deckungsaussage, keine Vermutungen ohne Ausschlusslogik
  • Aufbau eines Gutachtens: Auftrag, Grundlagen, Feststellungen, Bewertung, Zusammenfassung, Abgrenzung
  • Abgrenzung des Prüfungsumfangs (was nicht abgegrenzt ist, gilt als geprüft)
  • Sprache & Formulierungen: Tatsachen vs. Bewertung
  • Sichere vs. riskante Wörter (haftungsarm schreiben)
  • Einbindung von Normen: korrekt zitieren und richtig einordnen
  • Messungen im Gutachten: wann sinnvoll, wann nicht
  • Bilder, Anlagen und Dokumentation
  • Typische Fehler im Gutachten
  • Ausarbeitung eines vollständigen Gutachtens (Fallbeispiel, realitätsnah)
  • Vergleich mehrerer Lösungsansätze
  • Gemeinsame Analyse und Diskussion
  • Haftung: wo entsteht Risiko, wo wäre ein Gericht kritisch?
  • Rückblick & Zusammenführung: Rolle, Technik, Schaden, Gutachten
  • DEKRA-Prüfung

Was Sie nach dem Lehrgang konkret können

Nach fünf intensiven Tagen verfügen Sie über ein fundiertes Fachwissen, um Schäden an Photovoltaikanlagen fachlich einzuordnen, zu bewerten und als Sachverständiger professionell aufzutreten.

Sie wissen,

  • wie Sie PV-Anlagen technisch bewerten und typische Schäden fachlich einordnen
  • wie Sie Gutachten strukturiert, nachvollziehbar und haftungsarm erstellen
  • welche Rolle, Verantwortung und rechtlichen Grundlagen für Sachverständige relevant sind
  • wie Sie Ihre berufliche Position im wachsenden Photovoltaik-Markt stärken

Der Lehrgang vermittelt Ihnen eine fundierte Qualifikation als Sachverständiger für Schäden an Photovoltaikanlagen. Sie lernen, technische Schäden, Planungs- und Ausführungsfehler sowie typische Streitpunkte rund um PV-Anlagen fachlich einzuordnen.

Dabei geht es neben technischem Wissen um ein klares Rollenverständnis: Sie erfahren, welche Aufgaben ein Sachverständiger übernimmt, wo rechtliche Grenzen liegen und wie Sie in Streitfällen professionell und nachvollziehbar argumentieren.

Ein zentraler Bestandteil ist die Gutachtenerstellung. Sie lernen, wie Sie Feststellungen strukturiert dokumentieren, Beweise nachvollziehbar sichern und Ihre Bewertung so formulieren, dass sie für Auftraggeber, Versicherungen oder Gerichte verständlich ist.

Nach bestandener Prüfung erhalten Sie ein DEKRA-Zertifikat. Dieses stärkt Ihre Position als unabhängiger Qualitätsnachweis und kann Ihnen helfen, sich im wachsenden Photovoltaik-Markt glaubwürdiger und professioneller zu positionieren.

Kurz gesagt:
Sie verlassen den Lehrgang mit technischem Fachwissen, methodischer Sicherheit und einem klareren Verständnis dafür, wie Sie als Sachverständiger für Schäden an PV-Anlagen professionell arbeiten und auftreten.

Ihre Perspektiven nach dem Lehrgang

Nach dem Lehrgang eröffnen sich Ihnen verschiedene Einsatzmöglichkeiten rund um Schäden, Mängel und Streitfälle an Photovoltaikanlagen.
Je nach Ziel, Erfahrung und beruflicher Ausrichtung:

  • Aufbau eines zweiten Standbeins als Sachverständiger
  • Erstellung von Schadengutachten für private und gewerbliche Auftraggeber
  • Zusammenarbeit mit Versicherungen bei Schadenfällen an PV-Anlagen
  • Tätigkeit als Privatgutachter in technischen Streitfällen
  • Fachliche Unterstützung von Anlagenbetreibern, Anwälten und Projektbeteiligten
  • Bewertung von Montage-, Planungs- und Ausführungsfehlern
  • Ausbau Ihrer bestehenden Tätigkeit im Elektro-, Dachdecker-, Bau- oder Immobilienbereich

Details

Dozent

Georgios Theodorou – Dozent der BauDoc Academy und PV-Experte

Georgios „Jorgo“ Theodorou

DEKRA-zertifizierter Sachverständiger für Schäden an Photovoltaikanlagen

Über 20 Jahre aktive Branchenerfahrung

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Termine & Anmeldung

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DEKRA-zertifizierter Sachverständiger für Photovoltaikanlagen – Buchung

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Bei uns gemäß § 4 Nr. 21 a bb UStG umsatzsteuerfrei.

Artikelnummer: n. v. Kategorie:

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Termin

15.–19. Oktober 2026, Schildarpstraße 81, 48712 Gescher

Buchungstyp

Regulär, Kammermitglied

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Anerkennung

Der Lehrgang DEKRA-zertifizierter Sachverständiger für Schäden an Photovoltaikanlagen ist eine anerkannte Fort- und Weiterbildungsmaßnahme. Nach Abschluss dieses Lehrgangs erhalten Sie Ihre Teilnahmebescheinigung über 50 Fortbildungsstunden und nach erfolgreich bestandener Prüfung erhalten Sie das DEKRA-Zertifikat „Sachverständige:r für Schäden an Photovoltaikanlagen“.

Der zeitliche Umfang beträgt insgesamt 50 Unterrichtseinheiten. Der erfolgreiche Abschluss sowie die absolvierte Weiterbildungsdauer werden sowohl durch das DEKRA-Zertifikat als auch durch eine institutseigene BauDoc® Abschlussbescheinigung bestätigt.

Voraussetzungen für die DEKRA-Zertifizierung

Damit Sie das DEKRA-Zertifikat als Sachverständiger für Schäden an Photovoltaikanlagen erhalten können, müssen Sie neben der bestandenen Prüfung auch eine ausreichende fachliche Berufserfahrung nachweisen.

Je nach Ihrer Vorbildung gelten dabei folgende Anforderungen:

  • Bei einem Masterstudium mit baurelevantem Schwerpunkt sind mindestens 3 Jahre einschlägige Berufserfahrung innerhalb der letzten 5 Jahre erforderlich.

  • Bei einem Bachelorstudium oder Bachelor Professional mit baurelevantem Schwerpunkt werden mindestens 5 Jahre einschlägige Berufserfahrung innerhalb der letzten 8 Jahre vorausgesetzt.

  • Bei einer einschlägigen Berufsausbildung oder selbstständigen Tätigkeit im Baubereich sind mindestens 5 Jahre einschlägige Berufserfahrung innerhalb der letzten 10 Jahre notwendig.

Sollten Sie diese Voraussetzungen derzeit nicht erfüllen, können Sie dennoch ohne den Erwerb des DEKRA-Zertifikats am Lehrgang teilnehmen.

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie die Voraussetzungen erfüllen, kontaktieren Sie uns gerne für eine kurze Einschätzung.

So läuft die DEKRA-Prüfung ab

Das Prüfungsverfahren wird vollständig durch die DEKRA Certification GmbH durchgeführt und besteht aus zwei Prüfungsteilen.

1. Prüfungsteil: Schriftliche Prüfung
  • Format: Multiple-Choice-Fragen
  • Dauer: 60 Minuten
  • Durchführung: unter Aufsicht vor Ort (auch digital nachholbar möglich)
  • Erstellen eines eigenständigen Gutachtens zu einer vorgegebenen Aufgabenstellung in Heimarbeit
  • Bearbeitungszeit: bis zu 8 Wochen
  • Ziel: Nachweis, dass Sie Schäden fachlich analysieren, bewerten und nachvollziehbar dokumentieren können

Beide Prüfungsteile werden separat bewertet.

  • Die Prüfung gilt als bestanden, wenn in jedem Teil mindestens 66 % der Punkte erreicht werden
  • Wird ein Teil nicht bestanden, kann er bis zu zweimal wiederholt werden
 

Nach Abschluss prüft das Zertifizierungsgremium die Ergebnisse.

  • Die Zertifizierungsentscheidung erfolgt in der Regel innerhalb von wenigen Wochen
  • Bei Erfolg wird das DEKRA-Zertifikat ausgestellt
  • Die Gültigkeit beträgt 3 Jahre

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